Teichkalender für Mai und Juni

Ab Mai beginnt die Hauptsaison, ob für Gartenteichbesitzer oder für Besitzer eines Miniteich. Die einen werden viel an ihrem Teich arbeiten und die Bewegung im Freien genießen, die anderen werden das sanfte plätschern oder die Ruhe die ein Miniteich ausstrahlt auf der Terrasse und dem Balkon genießen.

Der Mai ist sowas wie Anpfiff bei den Miniteichen. Die Fröste sind vorbei und das abwägen ob das Wetter zu kalt sein könnte gehört ebenfalls der Vergangenheit an.

Es ist die Zeit der Wasserpflanzen und Teichpflanzen. Aber auch die Fadenalgen melden sich. Das ist zu einer gewissen Zeit und im gewissen Maße normal.

Der Miniteich im Mai und Juni

Wer jetzt noch keinen Miniteich hat – jetzt ist der richtige Zeitpunkt sich einen Miniteich zuzulegen. Vom Komplettset bis hin zum Weinfass bietet der Markt alles was ein kleiner Teich für Terrasse und Balkon braucht. Im Grunde genügt ein wasserdichtes Gefäß, ob ein Pflanzkübel, eine Mörtelwanne oder eine Schale. Der Miniteich ist für jeden Geldbeutel geeignet.

 Wer bereits einen Miniteich hat wird diesen spätestens jetzt aus dem Winterschlaf holen und aufstellen. Vor dem aufstellen nochmal reinigen und auf Dichtigkeit prüfen. Sollte es ein größerer Miniteich, zum Beispiel ein halbes Holzfass sein, diesen zur Hälfte mit Wasser füllen und einen Tag stehen lassen. So vermeidet man böse Überraschungen.

 Danach kann es an das einrichten gehen. Für tiefere Miniteiche oder dunkle Gefäße eignet sich heller Kies als Grund und ist ein guter Kontrast. Um verschiedene Pflanzhöhen zu erreichen eignen sich Pflaster- und Ziegelsteine.

Kies und Steine sollten gut gewaschen sein. Wer Kies von der Baustelle holt wird immer Kies bekommen der Schlamm- und Erdreste an sich hat. Diese würden das Wasser des Miniteich sofort trüben.

 Den Miniteich mit Leitungswasser füllen. Regenwasser hätte zu wenig an „Vitalstoffen“ für den Teich. Teichwasser braucht eine gewisse Härte. Wasserlebewesen und Schnecken können ansonsten nur schwerlich überleben. Aber genau diese sind notwendig um das Algenwachstum unter Kontrolle zu bekommen.

Handelt es sich um ein größeres Gefäß, zum Beispiel ein halbes Weinfass, dann kann man es auch zur Hälfte mit Leitungswasser, zur Hälfte mit Regenwasser füllen.

 Wer einen fest eingebauten Miniteich (Teichschale) im Garten hat, der steht generell vor zwei Möglichkeiten. Entweder wird der Teich zum Winter hin entleert und die Pflanzen für den Winter einquartiert oder man lässt den Teich gefüllt und muss ähnliche Arbeiten wie am großen Gartenteich durchführen.

Bei der fest eingebauten Teichschale sollte die Kontrolle der Wasserqualität ganz oben stehen. Vermutlich wird die Messung ergeben dass der Teich nicht im Gleichgewicht ist. Wichtig ist ein ausgeglichener PH Wert. Der ist ständig durch Teichschlamm und weiches Regenwasser gefährdet.

Zur Not genügt es einen Teil des Wassers abzupumpen oder mit dem Eimer abzuschöpfen und durch Leitungswasser zu ersetzen. Das sollte eine Verbesserung ergeben.

Der Gartenteich im Mai und Juni

Im Gartenteich geht das abfischen der Fadenalgen bereits in die zweite Runde. Das ist normal. Die Algen haben einen Wachstumsvorsprung gegenüber den anderen Wasserpflanzen. Immergrüne Teichpflanzen können hier eine Verbesserung bringen. Die allerdings kommen erst ab Anfang Mai in Schwung.

 Also heißt es Fadenalgen abfischen. Das geht am besten mit einem Rechen. Feinere Ecken oder Algen erwischt man sehr gut wenn man sich eine Klobürste an einen langen Stil befestigt. Es geht auch die Fadenalgen mit entsprechenden Mitteln zu bekämpfen. Die funktionieren sehr gut.

 Auch hier gilt: Zuviel Regenwasser begünstigt das Algenwachstum. Schon alleine aus dem Grund weil die Wasserlebewesen die Algen verzehren sich in einem Regenwasserteich nicht wohl fühlen. Abhilfe schaffen Zugaben zum Teich die den Carbonathaushalt ins Gleichgewicht bringen. Ab und an einen Wassertest zu machen gibt Aufschluss über den Zustand des Gartenteiches. Das sollte eine Aufgabe sein die man das ganze Jahr macht. Allerdings jetzt im Frühjahr ist es besonders wichtig die richtigen Schritte einzuleiten. Was man jetzt tut oder unterlässt begleitet einen das ganze Jahr.

 Am Teichrand bei den Stauden kranke Teile entfernen allerdings verwelkte Blüten stehen lassen. Diese samen wieder aus.

 Zu dieser Zeit kann es sein dass sich der Seerosenzünsler zeigt. Diese ca. 25mm lange Raube frißt größere Löcher in das Seerosenblatt. Der weißlich, schön gemusterte Schmetterling hat eine Flügelspannweite bis 30 mm und ist größter heimischer Wasserschmetterling. Die Raube ist zunächst grün, dann hellgrau mit einem dunklem Streifen von vorne bis hinten.

Der Seerosenzünsler hat zwei Generationen im Jahr. Einmal die Generation die in den Wasserpflanzen überwintert hat, die andere Generation die aus dieser entsteht und dann im Herbst sich wieder in den Tiefen des Teiches einen Platz zum überwintern sucht.

Bekämpfen kann man den Seerosenzünsler am besten durch absammeln der Raupen. Die Raupen driften oft mittels abgebissener Blattteile von Seerose zu Seerose.

Die Zeit des erstens Auftretens ist Mai, dann wieder verstärkt im August. Im Gartenteich hat man mit dem Seerosenzünsler keine Probleme wenn man zum Beispiel Elritzen oder Moderlieschen als Fische hat.

Im Miniteich spielt der Seerosenzünsler keine Rolle. Da der Teich meist jährlich neu aufgebaut wird, hat der Seerosenzünsler gar keine Möglichkeit für die Überwinterung. Sollte er im Miniteich dennoch auftreten sind die Seerosenblätter schnell umgedreht und die Raupen eingesammelt.