Der Miniteich als Tiertränke

Tiere können nur dort leben, wo sie genug Feuchtigkeit aufnehmen können. Einige Tiere schaffen das fast oder sogar komplett über die Nahrungsaufnahme, andere müssen Wasserstellen finden.

Wenn es im Sommer einige Wochen am Stück fast gar nicht regnet, werden Wasserstellen knapper. Morgentau reicht nicht allen Tieren. Der Miniteich kann deswegen auch als Tiertränke dienen. Es stellt sich erst einmal die Frage, ob nur Vögel baden und trinken sollen und auch andere Tiere, die gelenkig sind. Oder sollen auch Igel trinken können, die nicht das Wasser im auf dem Boden stehenden Miniteich nicht erreichen können. Im Idealfall sollten alle Tiere trinken können. Im Idealfall sollten aber auch alle Tiere von alleine wieder aus dem Miniteich entkommen können, wenn sie in diesen Fallen. Auf diesen Punkt sollte wirklich sehr viel Wert gelegt werden.

Wenn der Miniteich als Kübel oder Wanne auf dem Bodengrund steht, kann er im Innern und Außen jeweils eine Rampe haben. Es geht eigentlich alles sehr einfach, wenn entweder Steine als flache Rampe im und vor dem Miniteich zum Rand geschichtet werden. Es kann allerdings auch ein unbehandeltes Eichenbrett (Nässebeständig) als Rampe zum Rand vom Miniteich verwendet werden, dieses kann am unteren Ende beschwert werden und mit dem oberen Ende abwinkeln und am Rand eingehangen werden. Die Tiere müssen unbedingt aus dem Miniteich entkommen können und einige können das nur mit Rampen. Einige Tiere kommen kaum über einen abgeflachten Bordstein.

Außen am Miniteich kann z.B. ein Natursteinhaufen zur Sonnenseite geschichtet werden, in dem vielleicht noch Eidechsen siedeln. Nur die Rampe muss sehr eben und flach bergauf gehen. Alternativ kann der Miniteich auch in den Boden oder zum Teil in den Boden gelassen werden.

Sehr wichtig ist allerdings, dass im und am Miniteich keine kalkhaltigen Steine verwendet werden. Diese ändern den PH Wert vom Wasser und lassen die Algen explodieren. Sollten Hunde den Miniteich als Badestelle nutzen, werden sich in einem derart kleinen Gewässer ohnehin keine Pflanzen und Tiere halten können. Das Wasser sollte dann regelmäßig ausgetauscht werden. Ansonsten regelmäßig zum Teil.

Es stellt sich genau wie bei einem richtigen Teich immer noch die Frage vom Standort

Wenn der Miniteich als schwarzes Gefäß in der prallen Sommersonne steht, werden die Pflanzen und Tiere das kaum überstehen. Einige Pflanzen brauchen jedoch wenigstens etwas Sonne. In der Regel wäre der Halbschatten oder mit genügsamen Pflanzen der Schatten zu wählen.

Wer nur einen Sonnenplatz findet, sollte z.B. einen kleinen Holzzaun oder ein kleines Tarnnetz für die genügende Beschattung davor stellen/spannen. Auch wenn keine Pflanzen und Tiere angesiedelt werden, würden sich automatisch Algen bilden und möglicherweise auch Giftstoffe abgeben. Selbst bei einem reinen Wasserbecken wäre deswegen eine Schattenstelle besser.

Für die Optik macht es jedoch Sinn, ein paar Pflanzen zur anderen Seite vom Miniteich zu setzen oder die Flachwasserzone zur Rampe zu planen. Im Miniteich muss jedoch nicht zwingend eine ganze Seite abgeflacht werden, um Pflanzen zu setzen, da auch einfach eine Tonröhre auf den Boden gestellt, mit Erde gefüllt und bepflanzt werden kann. Diese sollte allerdings irgendwie am Boden oder zum Rand verankert werden, um nicht kippen zu können.

Wer das gegenteilige Problem hat, dass Tiere zum Miniteich kommen und dieses nicht sollen, der kann zum einen eine zweite Trinkstelle bieten, die bequemer erreichbar ist. Zum anderen kann ein Bewegungsmelder ein grelles Licht oder einen Wassersprühnebel auslösen. Die meisten Tiere werden auf den Wassersprühnebel sehr allergisch reagieren.